
Der
siebenstufige Berg
Ausgabe für den "buch club 65" aus dem
Mitteldeutschen Verlag Halle (Saale) 1972.
Umschlaggestaltung: Klaus Segner, Gruppe 4
Liselotte Welskopf-Henrich
Geboren
am 15. September 1901 in München, 1918 beginnt sie zu
schreiben, dann Studium, 1925 Doktor der Philosophie,
nach 1933 amtliche Referentin,
aktiv im Widerstand gegen das Naziregime, ab 1949 wissenschaftliche
Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität
Berlin, 1951 ihr erstes Buch:
"Die Söhne der Großen Bärin", ab 1952 Dozentin; 1954 erscheint ihr Roman
"Jan und Jutta", 1956 die Trilogie "Zwei
Freunde" und 1957 "Die
Produktionsverhältnisse im Alten Orient
etc.", 1960 erster weiblicher
Professor für Geschichte an der Berliner Alma
mater; lehrt Alte Geschichte, 1963 Besuch von
Indianerreservaten in Kanada, 1965 DEFA- Film "Die
Söhne der Großen Bärin" frei nach dem
Buch von L. Welskopf-Henrich, 1965-1974 vier Vortragsreisen in
die USA, verbunden mit Reservationsbesuchen, 1966-1979 Pentalogie "Das
Blut des Adlers", 1972 Nationalpreis der DDR, 1974 vierbändiges
Standardwerk "Hellenische Poleis", bis zu ihrem Tod Leiterin des
Forschungsprojektes "Soziale Typenbegriffe
im alten Griechenland" (Publikation eines
7-bändigen Werks), gest. am 16. Juni 1979 in Garmisch-Partenkirchen
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Wir erinnern an
Liselotte
Welskopf-Henrich
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| Aus
Anlass des 20. Todestages von Liselotte
Welskopf- Henrich am 16. Juni 1999 gab
der Arbeitskreis Indianer heute e.V.
(Autorin Kerstin Nack) im Mai 1999
folgende Presse-Erklärung heraus, die
Ametas hier redaktionell überarbeitet
und ergänzt wiedergibt:
Wer kennt nicht den
ersten Indianerfilm der DEFA "Die
Söhne der Großen Bärin", der frei
nach Liselotte Welskopf-Henrichs
gleichnamigem Roman gedreht wurde? Ihre
Bücher prägten Generationen von Lesern,
deren Helden waren Vorbilder. Wohl kaum
jemand hätte auf den ersten Blick dieser
kleinen alten Dame so handfeste und
spannende Geschichten zugetraut. Und doch
wurde Frau Prof. em.Dr.phil.habil.
Elisabeth Charlotte Welskopf, geboren am
15. September 1901 als Tochter eines
Rechtsanwalts in München, gerade mit
solchen Büchern bekannt. Sie studierte
Ökonomie, Philosophie und Geschichte.
Erste literarische Veröffentlichungen
waren die Romane "Die Söhne der
Großen Bärin", "Jan und
Jutta" und "Zwei Freunde".
In der Fachwelt der Alten Geschichte war
sie hingegen bekannter geworden durch
ihre erste größere Veröffentlichung
"Die Produktionsverhältnisse im
Alten Orient und in der
griechisch-römischen Antike"
(1957), welches die Forschung weit über
die DDR-Grenzen hinaus beeinflusste.
Populär gemacht hat sie
jedoch erst ihre Roman-Trilogie "Die
Söhne der Großen Bärin", deren
Handlung sich durch die Blütezeit der
Präriekultur in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts zieht. In der
nachfolgenden Pentalogie "Das Blut
des Adlers" beschreibt sie die
Konflikte der zwischen Anpassung und
Tradition stehenden Indianergemeinden bis
in die 70er Jahre unseres Jahrhunderts.
Alle ihre Bücher wurden Bestseller, in
mehr als 12 Sprachen übersetzt und
erreichten eine Auflage von über 6
Millionen.
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| Mit ihren
auf historischen Tatsachen begründeten
Stoffen begeisterte Liselotte
Welskopf-Henrich alle Altersklassen
gleichermaßen. Die Darstellung
ethnologischer Eigenheiten der
Indianervölker erhöht den Reiz ihrer
Bücher. Auch belegen sie die
umfassenden, persönlich gewonnen
Erfahrungen der Autorin unter den Native
Americans. Die Helden ihrer Werke, die
amerikanischen Ureinwohner, gaben ihr in
den 60er Jahren den Namen Lakota-Tashina
(Schützende Decke/ Schutzschal der
Lakota). 1975 empfing sie in
Berlin-Treptow zwei Indianerführer, die
nach der Besetzung von Wounded Knee 1973
verfolgt und bedroht wurden (s.
Foto unten aus "Junge Welt",
1976). Am 16.
Juni 1979 starb Liselotte
Welskopf-Henrich. |
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Seit
1963 bereiste Liselotte Welskopf-Henrich mehrere
Indianerreservationen in den USA und Kanada.
Nachdem sie nach der Besetzung von Wounded Knee
Russell Means kennengelernt hatte, besuchten
Dennis Banks und Vernon Bellecourt sie 1975 in
ihrem Haus in Berlin-Treptow (Foto).
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